Donnerstag, 17. September 2009

Hygiene bei Abformungen - eine Info für Zahnärzte

Meist bekommt der Techniker in einem gewerblichen Labor seine Arbeit in einer mehrfach benutzten Tüte angeliefert.
Diese war schon lange mit dem Kurier unterwegs, zu lange oft für das Alginat. Darin schwimmt dann die Abformung, eingewickelt in irgendwelche Tücher, viel zu nass.Der Techniker packt dieses Gebinde dann aus, meist trägt er keine Handschuhe dabei, und entdeckt erst dann, dass die Abformung mit Blut durchsetzt ist. Oft angeekelt wirft er es dann in die Desinfektion und/oder spült die Sache unter Wasser aus.

Wenn Sie jetzt der Meinung sind, die Autorin hätte hier heillos überzeichnet, dann nur um sie auf solche Missstände hin zu impfen und sie dazu veranlassen in ihrem Labor genauer hinzu sehen.
Die Verärgerung gegenüber dem Praxispersonal ist meist sehr groß, denn eigentlich obliegt es dem Zahnarzt die Desinfektion von Abformungen in der Praxis anzuordnen und zu überwachen. [Wirz, 1993].

Obgleich die Forderung nach routinemäßiger Desinfektion zahnärztlicher Abformungen
unumstritten ist [Engelhardt, 1986; Kern et al., 1993; Scholz, 1986], werden auch heute noch nicht desinfizierte Abformungen weitergereicht. [Bergler & Borneff, 1986; Schulz,1977; Stoll et al, 1996; Kugel et al., 2000].

Um eine Verschleppung von Keimen aus der Praxis z.B. in das Dentallabor zu unterbinden,sollten Abformungen sofort nach dem Entfernen aus dem Munde desinfiziert werden [Welker, 1994].
Doch um uns im Labor wirklich zu schützen müssen wir Techniker Eigeninitiative zeigen.

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